Krankschreibung per Videosprechstunde

Kassenärztinnen und -ärzte können zukünftig die Arbeitsunfähigkeit von Versicherten unter bestimmten Voraussetzungen auch per Videosprechstunde feststellen. Das hat der Gemeinsame Bundesausschuss (G-BA) beschlossen. Die Regelung tritt nach Veröffentlichung im Bundesanzeiger in Kraft. Wir informieren, sobald das geschehen ist.

Als Voraussetzung für die Krankschreibung per Videosprechstunde gilt insbesondere, dass die oder der Versicherte der behandelnden Arztpraxis bekannt ist und die Erkrankung eine Untersuchung per Videosprechstunde zulässt. Damit bleibt eine Krankschreibung per Videosprechstunde bei Versicherten ausgeschlossen, die in der betreffenden Arztpraxis bislang noch nie persönlich vorstellig geworden sind.

Handelt es sich um die erstmalige Feststellung der Arbeitsunfähigkeit, dann ist sie auf sieben Kalendertagen begrenzt.

Wurde eine Krankschreibung aufgrund einer persönlichen Untersuchung bei Arzt oder Ärztin ausgestellt, dann kann eine Folgekrankschreibung ebenfalls für sieben Tage per Videosprechstunde erfolgen.

Ein Anspruch der Versicherten auf Krankschreibung per Videosprechstunde besteht jedoch nicht.