Telefonische Krankschreibung wieder möglich

Die COVID-19-Infektionszahlen steigen bundesweit an, die Erkältungs- und Grippesaison steht bevor. Deshalb hat sich der Gemeinsame Bundesausschuss (G-BA) erneut auf eine Sonderregelung zur telefonischen Krankschreibung verständigt.

Patientinnen und Patienten, die an leichten Atemwegserkrankungen leiden, können ab 19. Oktober 2020  telefonisch bis zu 7 Kalendertage krankgeschrieben werden. Die niedergelassenen Ärztinnen und Ärzte müssen sich dabei durch eine eingehende telefonische Befragung persönlich vom Zustand der Patientin oder des Patienten überzeugen. Eine einmalige Verlängerung der Krankschreibung kann telefonisch für weitere 7 Kalendertage ausgestellt werden.

Die Regelung ist vorerst bis 31. Dezember 2020 befristet.

Von der räumlichen Trennung der Fälle sollen vor allem auch viele ältere und multimorbide Risikopatienten ohne Atemwegsprobleme profitieren. Sie können notwendige Arztbesuche und Behandlungen trotz eines aktiven Pandemiegeschehens nutzen, ohne sich einer erhöhten Ansteckungsgefahr auszusetzen oder Krankheiten zu verschleppen.

Unabhängig von der Ausnahmeregelung zur telefonischen Krankschreibung sollten Versicherte bei typischen COVID-19-Symptomen, nach Kontakt zu COVID-19-Patienten und bei unklaren Symptomen von Infektionen der oberen Atemwege vor dem Arztbesuch telefonisch Kontakt zur Praxis aufnehmen und das weitere Vorgehen besprechen.