Die psychische Gefährdungsbeurteilung

Seit 2013 ist im Arbeitsschutzgesetz (§5) die Durchführung einer psychischen Gefährdungsbeurteilung für Arbeitgeber zwingend vorgeschrieben. Sie gehört zu den Aufgaben des Arbeitgebers. Darin sollen die Arbeitsbedingungen beurteilt werden. Der Arbeitgeber muss systematisch prüfen, ob arbeitsbedingte Erkrankungen vermieden werden können. Dabei geht es nicht nur um körperliche, sondern auch um psychische Erkrankungen.

Wenn die psychische Gefährdungsbeurteilung optimal durchgeführt wird, dann bezieht sie die Bereiche Arbeitsmittel, -aufgaben, - umgebung, -zeit sowie die Organisation der Arbeit und die sozialen Beziehungen mit ein.

Damit die Ergebnisse valide sind, sollten Beschäftigte, Führungskräfte, Unternehmensleitung und die Personal- oder Betriebsräte in den Prozess eingebunden sein. Nach der Analyse und Bewertung folgt dann zwingend die Ableitung konkreter Maßnahmen.

So könnte der Ablauf aussehen

  • Festlegen von Tätigkeiten und Bereichen
  • Ermittlung der psychischen Belastung der Arbeit
  • Beurteilung der psychischen Belastung der Arbeit
  • Entwicklung und Umsetzen von Maßnahmen
  • Wirksamkeitskontrolle (Evaluation )
  • Aktualisierung / Fortschreibung
  • Dokumentation

Die Beurteilung muss kein eigenständiger Prozess sein, sondern kann auch in Zusammenhang mit einer Mitarbeiterbefragung für BGM-Maßnahmen oder anderen Gefährdungsbeurteilungen erfolgen. Der Arbeitgeber hat die Pflicht, die Beurteilung durchzuführen, kann aber andere mit der Durchführung beauftragen. Der Betriebsrat hat ein Mitbestimmungsrecht.

So kann die BKK Pfalz Sie unterstützen

Wir beraten Sie gerne, wie Sie die psychische Gesundheit Ihrer Beschäftigten fördern und verbessern können. Unsere Mitarbeiterin Jenny Kiefer freut sich auf Ihre Kontaktaufnahme.

Fakten zur psychischen Belastung am Arbeitsplatz

  • Durchschnittlich 16,6 Prozent des Krankenstandes werden durch psych. Erkrankungen verursacht.
  • 1/3 der Deutschen leiden an Schlafstörungen
  • Die durchschnittliche Dauer psychischer Krankheitsfälle ist mit 40,1 Tagen dreimal so hoch wie bei anderen Erkrankungen.
  • Jeder Dritte Arbeitnehmer leidet dauerhaft unter Stress.
  • 75.000 Menschen sind im vergangenen Jahr wegen psychischer Erkrankung in Frührente gegangen.

Weiterführende Linktipps

http://www.gefaehrdungsbeurteilung.de/de

http://www.gda-psyche.de