Recht & Steuern

Die betriebliche Gesundheitsförderung ist eine freiwillige Leistung des Arbeitgebers.

Krankenkassen dürfen keine originären Aufgaben des Arbeitschutzes mitfinanzieren, für die nach dem Arbeitsschutzgesetz allein der Arbeitgeber zuständig ist.

Neben den Krankenkassen stehen auch Berufsgenossenschaften, Unfallversicherer, der Arbeitgeber und die Beschäftigten selbst in der Pflicht, ihren Beitrag zur betrieblichen Gesundheitsförderung zu leisten.

Steuerfreie Arbeitgeberleistungen                                                                  

                                                                  
Bis zu 500 Euro jährlich und pro Mitarbeiter kann ein Unternehmen lohnsteuerfrei für Gesundheitsförderungsmaßnahmen investieren. 

Die Arbeitgeberleistungen zur Gesundheitsförderung sind dann steuer- und sozialversicherungsfrei, wenn sie die Kriterien nach SGB V, §§ 20 und 20a erfüllen. Es kann sich dabei um externe Angebote handeln, die der Beschäftigte außerhalb des Betriebes besucht (zum Beispiel externe Gesundheitskurse) oder um innerbetriebliche Angebote (zum Beispiel arbeitsplatzbezogene Rückenschule). Dagegen sind Mitgliedsbeiträge für Sportvereine oder Fitnessstudios nicht steuer- und sozialverischerungsfrei.

Bei Aufwendungen bis zu einer Höhe von 500 Euro jährlich und pro Mitarbeiter muss nicht mehr nachgewiesen werden, dass die Maßnahme im "überwiegend betrieblichen Interesse" liegt. Es reicht, sie als "freiwillige soziale Aufwendung" geltend zu machen. Damit ist sie steuer- und sozialversicherungsfrei.

Nur wenn die Aufwendungen 500 Euro im Jahr übersteigen, muss ein "überwiegend betriebliches Interesse" nachgewiesen werden. Ist dies der Fall, bleiben die gesamten Aufwendungen steuerfrei.

Voraussetzung für die Steuerbefreiung

Damit die Steuer- und Abgabefreiheit auch einer späteren Prüfung standhält,        
sollten Unterlagen zum Kursinhalt und zu den geleisteten Zahlungen im
Lohnkonto des Arbeitnehmers aufbewahrt werden.

Selbstverständlich muss die BGF-Leistung zusätzlich zum Arbeitsentgelt geleistet werden. Steuer- und Abgabefreiheit kann nicht durch Umwandlung von Arbeitsentgelt in BGF-Leistungen erreicht werden.

EIne Umsetzungshilfe mit relevanten Angaben im EStG und SGB finden Sie hier.


Weitere Fragen im Rahmen der steuerlichen Absetzbarkeit beantworten Ihnen Ihr Steuerberater und das Finanzamt.