Ernährung während der Schwangerschaft

Essen für zwei?!

„Iss doch noch ein bisschen was. Du musst ja jetzt für zwei essen!“ Mit diesem Mythos haben Sie sich vielleicht auch schon auseinandersetzen müssen. Fakt ist jedoch, dass Sie während der Schwangerschaft nicht die doppelte Menge an Nahrung verspeisen müssen.

In den ersten drei Monaten ist der Energiebedarf Ihres Körpers sogar völlig unverändert. Ab dem 4. Monat wird empfohlen, etwa 200 bis 300 Kilokalorien mehr pro Tag zu sich zu nehmen. Das entspricht zum Beispiel einem mit Putenbrust belegten Brot und einem Apfel. Ihr Kalorienbedarf erhöht sich also gerade mal um circa zehn Prozent.

Folsäure, Jod & Co.

Eine Ausnahme bildet jedoch Ihr Bedarf an Vitaminen und Mineralstoffen, denn dieser ist in den Schwangerschaftsmonaten deutlich erhöht. Eine gesunde und ausgewogene Ernährung ist deshalb besonders wichtig, damit Ihr Körper und Ihr Kind ausreichend mit Folsäure, Eisen und Jod versorgt sind. Mangelerscheinungen bei diesen Vitaminen und Mineralstoffen können sonst zu massiven gesundheitlichen Problemen führen. Sollten bei Ihnen Anzeichen für einen Mangel bestimmter Stoffe auftreten, wird Ihr behandelnder Arzt Ihnen Rat geben, wie Sie zusätzliche Nährstoffe aufnehmen können.

Erhöhter Flüssigkeitsbedarf

Neben den Vitaminen und Mineralstoffen ist in der Schwangerschaft auch der Flüssigkeitsbedarf erhöht. 2 bis 3 Liter sollten es in diesen Monaten sein. Am Besten sind natriumarmes Mineralwasser, verdünnte Säfte und ungesüßte Kräuter- und Früchtetees geeignet. Mit koffeinhaltigen Getränken sollten Sie sich hingegen zurückhalten.

Ungewöhnlicher Appetit

Außergewöhnliche Kombinationen von Nahrungsmitteln, unstillbare Heißhungeranfälle oder plötzliche Abneigung gegen Lebensmittel, die Sie zuvor gerne mochten — in der Schwangerschaft kann Ihr Appetit Achterbahn fahren. Es besteht jedoch kein Grund zur Sorge. Ihr Hormonhaushalt ist eben vollkommen umgeworfen.

Wenn Sie nichts von alledem bestätigen können, ist es aber auch nicht schlimm: Viele Frauen verspüren auch währen der Schwangerschaft keine besondere Lust auf die berühmten sauren Gurken.