Jugenduntersuchung J1

Die sogenannte Jugendgesundheitsuntersuchung gibt es seit dem 1. Oktober 1998 für Jugendliche zwischen dem 13. und dem 14. Lebensjahr.

Denn gerade während der Wachstums- und Entwicklungsphase in der Pubertät ist es wichtig, dass der Gesundheitszustand gründlich überprüft wird. So können eventuelle Krankheiten oder Fehlentwicklungen rechtzeitig erkannt und wenn nötig behandelt werden.

Bei der Untersuchung wird die Vorgeschichte erhoben (Anamnese), indem der Arzt zum Beispiel Fragen zum aktuellen Befinden und zu bisherigen Krankheiten stellt. Die Erfassung der Vorgeschichte konzentriert sich auf auffällige seelische Entwicklungen und Verhaltensstörungen, auffällige schulische Entwicklungen, gesundheitsgefährdendes Verhalten (Rauchen, Alkohol- oder Drogenkonsum) und chronische Erkrankungen. Der Arzt führt eine gründliche körperliche Untersuchung durch und schaut dabei nach eventuellen Störungen des Wachstums und der körperlichen Entwicklung, nach Erkrankungen der Hals-, Brust, und Bauchorgane und nach Auffälligkeiten des Skelettsystems. Außerdem misst er den Blutdruck und überprüft anhand des Impfpasses den Impfstatus.

Besonderer Schwerpunkt: Bei dieser Untersuchung haben Jugendliche die Möglichkeit, sich unabhängig von den Eltern mit einer Ärztin oder einem Arzt zu unterhalten. Durch eine so geschaffene Vertrauensbasis können sie sich über Themen unterhalten, die sie im Elternhaus vielleicht nicht besprechen mögen, wie etwa Sexualität, Verhütung oder Drogen.