Stationäre Pflege

Unser Plus:

Ob Heimpflegebedürftigkeit vorliegt, wird in der Regel durch die Ärzte des Medizinischen Dienstes der Krankenversicherung (MDK) im Auftrag der Pflegekasse der BKK Pfalz geprüft. Gerne schicken wir Ihnen im Vorfeld den Fragebogen zur Erforderlichkeit der stationären Pflege zu.

Leistung:

Wenn die medizinische Notwendigkeit für eine ständige Betreuung im Pflegeheim vorliegt, beteiligen wir uns an den Kosten einer stationären Pflege. Wie bei der ambulanten Pflege erfolgt auch bei stationärer Pflege die Zuordnung zu einem Pflegegrad.

Die Notwendigkeit der vollstationären Pflege in einer zugelassenen Pflegeeinrichtung liegt vor, wenn häusliche oder teilstationäre Pflege nicht möglich ist oder wegen der Besonderheiten des Einzelfalls nicht in Betracht kommt. Das kann insbesondere der Fall sein bei

  • Fehlen einer Pflegeperson,
  • fehlender Pflegebereitschaft möglicher Pflegepersonen,
  • drohender oder bereits eingetretener Überforderung von Pflegepersonen,
  • drohender oder bereits eingetretener Verwahrlosung des Pflegebedürftigen,
  • usw.

Heimpflegebedürftigkeit kann auch dann vorliegen, wenn die Pflegebedürftigkeit nicht erheblich ist, also noch kein Pflegegrad 2 vorliegt. In diesem Fällen unterstützt die Pflegekasse der BKK Pfalz Siee mit einem Kostenerstattungsbetrag von bis zu 125 Euro monatlich.

Die Leistungshöhe in den jeweiligen Pflegegraden beträgt:
 

Pflegegrad:

Pflegebedingte Aufwendungen:

2

bis zu 770 Euro monatlich

3

bis zu 1.262 Euro monatlich

4

bis zu 1.775 Euro monatlich

5

bis zu 2.005 Euro monatlich


Bitte beachten Sie, dass die Pauschalbeträge allerdings nur dann in voller Höhe ausgezahlt werden können, wenn Sie 75 Prozent des jeweils für den Pflegebedürftigen vereinbarten Heimentgelts nicht übersteigen. An den Kosten für Unterkunft und Verpflegung (sogenannte Hotelkosten) dürfen wir uns nicht beteiligen.

Verbesserung 2017

Ab 2017 gilt in jeder vollstationären Pflegeeinrichtung ein einheitlicher Eigenanteil für die Pflegegrade 2-5. Damit steigt künftig der pflegebedingte Eigenanteil nicht mehr mit zunehmender Pflegebedürftigkeit.

Besitzstandsschutz

Niemand, der schon in 2016 von der Pflegeversicherung Leistungen der vollstationären Pflege erhalten hat, soll zukünftig schlechter gestellt werden. Das Pflegeteam der BKK Pfalz ermittelt gerne für Sie, ob Sie eine Ausgleichzahlung erhalten. Sprechen Sie uns einfach an!  

Ab dem 1. Januar 2017 haben alle Pflegebedürftigen der Pflegegrade 1 bis 5 einen Individualanspruch auf Zahlung der Vergütungszuschläge, die das Heim erhebt, wenn zusätzliche Betreuungsleistungen erbracht werden. Bitte erkundigen Sie sich einfach in Ihrer Einrichtung nach den Angeboten.

Wahl der Einrichtung

Die Pflegekasse der BKK Pfalz übernimmt stationäre Pflegeleistungen immer dann, wenn die Pflegeeinrichtung einen Versorgungsvertrag mit der Pflegekasse abgeschlossen hat. In diesem Vertrag sind unter anderem Art, Inhalt und Umfang der allgemeinen Pflegeleistungen festgelegt, die von der Pflegeeinrichtung für die Bewohner zu leisten sind. Sprechen Sie uns an, wenn Sie Fragen zur Auswahl einer geeigneten Pflegeeinrichtung haben. Wir helfen Ihnen gerne weiter!

Einrichtungen der Behindertenhilfe

Mit Einrichtungen, die zum Beispiel stationäre Leistungen der Eingliederungshilfe erbringen, dürfen die Pflegekassen kraft Gesetzes keinen Versorgungsvertrag abschließen. Gleichwohl übernimmt die Pflegekasse bei Vorliegen der übrigen Voraussetzungen in stationären Einrichtungen der Eingliederungshilfe einen Pauschbetrag für pflegebedingte Aufwendungen. Dieser beträgt 10 Prozent des Heimentgeltes, maximal 266 Euro pro Monat. Die Pflegekasse kann den Pauschalbetrag nur übernehmen, wenn der Medizinische Dienst der Krankenversicherung (MDK) festgestellt hat, dass mindestens die Voraussetzungen des Pflegegrades 2 vorliegen, eine dezidierte Feststellung über den Pflegegrad oder die Höhe des Hilfebedarfs im Sinn der Sozialen Pflegeversicherung ist dagegen nicht notwendig.