Grüne Smoothies

Reife Früchte, grüne Blätter und Wasser: Mehr Zutaten braucht es nicht für das Trendgetränk gesundheitsbewusster Gourmets. Ein guter Mixer macht die grüne Gaumenfreude perfekt.

Leckereien mit Grünzeug

Haben Sie schon mal zarte Lindenblätter gekostet? Oder pürierte Brennnessel? Solo sind solche Zutaten selten ein Geschmackswunder. Aber als Teil eines guten Green Smoothie-Rezepts können sie ungeahnte Qualitäten entfalten. Püriert und fantasievoll kombiniert finden in einem Smoothie Dinge zusammen, die sonst nie miteinander zu tun bekommen. Und weil die Zubereitung so einfach ist, laden Green Smoothies zum Experimentieren ein.

Ein wirklich verbreitetes deutsches Wort gibt es für den Smoothie bisher nicht, darum wurde die cremig-weiche Konsistenz des Getränks zum Namensgeber: „Smooth“ bezeichnet im Englischen alles Weiche, Sanfte und Geschmeidige, aber auch süffige Getränke.

Smoothies: Wo ist der Haken?

Es gibt keinen, wenn man sie selbst herstellt und in Maßen genießt — etwa zwei Gläser am Tag. Smoothies aus dem Supermarkt bestehen meist aus püriertem Obst und einigen Zusatzstoffen, die man genauer unter die Lupe nehmen sollte. Ein Green Smoothie — im Supermarkt noch selten — enthält zusätzlich beliebige Arten von „Grünzeug“ und Gemüse, das ebenfalls im Rohzustand püriert wird — also nicht entsaftet. Je nach persönlichen Vorlieben kann ein Smoothie etwas fester oder etwas flüssiger ausfallen, da gibt es keinerlei Regeln. Ein leistungsfähiger Pürierstab oder ein guter Mixer kommt mit den gewaschenen, grob vorgeschnittenen Bestandteilen meist gut klar. Also am besten Smoothies aus Eigenproduktion genießen!

Kleine Vitalstoffwunder

Eines haben alle Green Smoothies naturgemäß gemeinsam: Chlorophyll, das Blattgrün. Unter anderem gilt es als unterstützend bei der Entgiftung des Körpers und verbessert die Eisenaufnahme; es trägt außerdem zu einem reinen Atem bei. Zusätzlich tummeln sich in jedem Green Smoothie aus frischen Zutaten viele lebenswichtige Vitamine und Mineralstoffe.

Das Bewährte oder mal was ganz anderes

Neue Geschmacksakzente können frische Sprossen setzen, aber auch Wildpflanzen: etwa Brombeerblätter, Löwenzahn, Gänseblümchen oder Malven. Wer für die ersten Green Smoothies beim Altbekannten bleiben will, hat dennoch viele kreative Möglichkeiten. Als praktische Faustregel gilt eine Zusammensetzung aus 50 Prozent reifen Früchten (zum Beispiel Apfel, Birne, Banane, Avocado) und 50 Prozent Grünem (zum Beispiel Blattsalate, Kohl, Karottengrün).

Smoothies — grün, gesund und manchmal wild

Das Standardwerk zum Thema stammt aus dem GU Verlag (Grüne Smoothies, von Burkhard Hickisch und Christian Guth, 12,99 €). Die Autoren vermitteln nicht nur verständlich, was den Smoothie in Bezug auf seine Inhaltsstoffe zum „grünen Gold“ macht, sie geben auch praktische Tipps zur Herstellung und Aufbewahrung. Natürlich dürfen auch leckere Rezeptideen nicht fehlen.

Rezeptvorschlag: Süß-scharfer Brennnessel-Bananen-Smoothie

1 Handvoll Brennnesseln, etwas Spinat und Petersilie, 1/2 bis 1 Banane, 4 Datteln, ein daumengroßes Stück Ingwer, 1 Prise Kardamom, Chili, Zimt und Salz. Wasser nach Belieben hinzufügen.