Eltern kochen für ihre Kinder

Betreten der Küche erwünscht

Es gibt viele Gründe, für Ihren Nachwuchs Speisen selbst zuzubereiten: Kinder entwickeln schon sehr früh ihren Geschmackssinn, den es zu fördern gilt. Wer selbst kocht, achtet auf gesunde Zutaten, weiß genau, was im Topf drin ist, und animiert seine Kinder, mit zu kochen.

Schmecken lernen

In den ersten Lebensjahren entwickeln Kinder ihren Geschmackssinn. Damit Ihr Nachwuchs eine Tomate nicht mit Ketchup, Kartoffeln nicht mit Pommes frites und Salat nicht mit der Garnitur eines fleischigen Fast-Food-Burgers verwechselt, gibt es gute Tipps und Rezepte, um gesundes Essen schon früh schmackhaft zu machen.

Das ist natürlich nicht immer einfach. Besonders beim Gemüse machen sich Eltern häufig Sorgen. Fachleute raten: Ruhe bewahren! Oft mögen die Kleinen rohes Gemüse lieber als gekochtes. Süße Gemüse wie Karotten, Mais und rote oder gelbe Paprika werden häufig bevorzugt. Oder probieren Sie es mal mit Pürieren: Gemüse als Püree ist manchmal attraktiver als im Ganzen zubereitet. Wenn das alles nichts hilft, dann greifen Sie einfach eine Zeit lang häufiger zu Obst oder Kartoffeln. Sowohl Eltern als auch Erziehungsfachleute sind sich einig: Machtkämpfe und Fachvorträge bringen gar nichts. Das Einzige, was Ihr Kind interessiert, ist: „Schmeckt das auch, was auf meinem Teller liegt?“

Tipps für die „spannende Küche“

  • Neugierde wecken und Spannung hineinbringen: Wie schmeckt die Nudel roh? Was passiert denn genau mit dem Ei?
  • Geschmackssinn mit Tast- und Geruchssinn verbinden
  • ein Familienbesuch auf dem Wochenmarkt
  • gesundes Essen in lockerer Atmosphäre servieren
  • selbst kräftig zugreifen und Vorbild sein
  • ... und natürlich: schon so früh wie möglich im Beisein des Kindes kochen.

Wo „gesund“ draufsteht, ist nicht immer „gesund“ drin!

Wirft man einen Blick in die Medien und Supermarktregale, stellt man schnell fest, dass eher die nicht so gesunden Lebensmittel im Fokus der Werbung stehen als gesunde. Das hat einen einfachen Grund: Die Gewinnmöglichkeiten zum Beispiel bei Süßwaren, Snacks und Softdrinks liegen laut Bericht von foodwatch e. V. etwa drei- bis viermal so hoch wie bei Obst und Gemüse. Eine weitere Ursache, warum sich viele Kinder unausgewogen ernähren, sieht foodwatch in verschleiernder Produktwerbung und routinierten Kinder-Marketingmaßnahmen. Diese Maßnahmen prägen die Kinderwünsche, welche laut Bericht von 46 bis 62 Prozent der Eltern beim Einkauf auch befolgt werden. Wie die Lebensmittelindustrie Kinder zum falschen Essen verführt, stellte foodwatch in seinem im März 2012 veröffentlichten Report „Kinder kaufen“ vor. Lesen Sie mehr über foodwatch und den gesamten Bericht auf www.foodwatch.de.