Medikamente richtig kühlen

Schützend, schick und sicher

Viele Patienten müssen kühlpflichtige oder sogar kühlkettenpflichtige Medikamente anwenden. Was tun, wenn man unterwegs oder auf Reisen ist?

In Deutschland gibt es über 2.000 kühlpflichtige oder kühlkettenpflichtige Medikamente. Zum Beispiel Insuline: Sie dürfen sich nur kurzfristig über +8 °C erwärmen. Kühlkettenpflichtige Arzneimittel müssen dagegen jederzeit unbedingt innerhalb des vorgeschriebenen Temperaturbereichs von +2 °C bis +8 °C gelagert werden. Für beide Arzneimittelgruppen gilt, dass sie auf keinen Fall unter 0 °C transportiert oder gelagert werden dürfen. Bei Minustemperaturen können die Substanzen einfrieren und so ihre Struktur verändern, was zum Beispiel zu unvorhersehbaren Unverträglichkeiten oder Nebenwirkungen führen könnte. Aber auch ganz normale Salben, Lotionen oder Tropfen vertragen keine Überhitzung oder Temperaturen unter dem Gefrierpunkt. So kann zum Beispiel bei einer Außentemperatur von 30 °C durch die Sonnenstrahlung die Temperatur in einem Insulin-Pen im ungekühlten Diabetiker-Etui in kürzester Zeit auf über 50 °C ansteigen.

Die richtige Tasche macht’s!

Für den Transport empfindlicher Arzneimittel empfiehlt sich daher eine spezielle Kühltasche. Der TÜV Rheinland hat 2012 verschiedene Medikamenten-Kühltaschen mit Kühlakkus getestet. Nur ein System hat bestanden: Taschen von „Cool Safe“ hielten als einzige die Temperatur im richtigen Bereich — und das über eine sehr lange Zeit. Bei einer Außentemperatur von 20 °C kühlt die getestete Tasche die Medikamente über einen Zeitraum von 17,4 Stunden im idealen Bereich. Bei allen anderen Taschen fiel die Temperatur, bedingt durch den Kühlakku, am Anfang zum Teil weit unter den Gefrierpunkt, was eine Schädigung der Medikamente mit sich brachte. Achten Sie bei Ihrer Medikamentenmitnahme unbedingt auf die vorgeschriebene Kühlung. Dann bleiben Ihnen unnötige Nebenwirkungen oder gar ein risikobehafteter Wirkungsverlust erspart.