Wassersport

Sonne & frische Briese inklusive

Meer oder stiller Fluss, Adrenalin oder Entspannung: Wassersport ist äußerst vielseitig – und der Sommer die perfekte Gelegenheit, ein Training mit Frische-Faktor einfach mal auszuprobieren. Drei Sportarten im Kurzcheck.

Kanufahren

Was ist das?

Kanu ist der Oberbegriff für Boote, in denen die Paddel, anders als beim Ruderboot, nicht fest montiert sind und man stets in Fahrtrichtung blickt. Man unterscheidet im Wesentlichen zwei Bootstypen: Kajaks sind flache, geschlossene Boote mit kleinen Sitzöffnungen, die der Kanute mit einem Doppelpaddel lenkt. In einem Kanadier sitzt man offen auf einem Brett und lenkt mit einem Stechpaddel.

Wofür ist es gut?

Die rotierende Bewegung stärkt besonders gut die Schulter-, Rücken- und Armmuskulatur und fördert die Ausdauer.

Wie schnell kann ich es lernen?

Eine Einweisung durch den Bootsverleiher reicht meistens aus. Wer regelmäßig fahren möchte, eine längere Tour plant oder an seiner Technik feilen möchte, sollte in einen Verein gehen.

Was ist das Besondere?

Kanufahren ist eine naturverbundene und entspannte Art der Fortbewegung und gerade in der sonnigen Jahreszeit schön erfrischend. Immer mehr Menschen zieht es mit Paddel oder Ruder aufs Wasser – entweder selbst organisiert oder über einen Reiseveranstalter.

Stand-up-Paddling

Was ist das?

Stand-up-Paddling ist eine komfortable Variante des Surfens. Aufrecht stehend kommt man auf einem stabilen Brett mithilfe eines großen Paddels voran – unabhängig vom Wind und eher in ruhigen Gewässern.

Wofür ist es gut?

Nicht nur Arme und Schultern, sondern der gesamte Rumpf muss beim Stehpaddeln arbeiten, schon allein, um
das Gleichgewicht zu halten. Weil man es auf dem Board dennoch gemächlich angehen kann und das Herz-Kreislauf-System keinen übermäßigen Belastungen ausgesetzt ist, eignet sich das Stehpaddeln auch für bisher Unsportliche.

Wie schnell kann ich es lernen?

Mit einem stabilen Board auf ruhigen Gewässern bleiben auch blutige Anfänger die meiste Zeit obenauf. Kniffliger als vorwärtszukommen ist das Wenden und das souveräne Starten und Anlegen. Viele Verleiher bieten eine kurze Einsteigereinheit an – sehr empfehlenswert.

Was ist das Besondere?

Das Board ist ein vielseitiges Sportgerät. In einigen Städten wird bereits Paddelboard-Yoga angeboten. „Kobra“,
„Katze“ und „Herabschauender Hund“ werden auf dem wackelnden Brett für ehrgeizige Yogis zu einer ganz neuen Herausforderung.

Kitesurfen

Was ist das?

Eine anspruchsvolle Kombination aus Surfen, Segeln und Drachensteigen. Der Sportler steht auf einem kleinen
Board, das von einem daran befestigten Lenkdrachen über das Wasser bewegt wird. Fortgeschrittene Kiter ergänzen den Ritt über die Wellen durch kreative Sprünge.

Wofür ist es gut?

Beim Kitesurfen kommen mehrere Muskelgruppen in Armen und Schultern, Bauch und Beinen zum Einsatz.
Koordination und Ausdauer sind ebenfalls gefordert. Allerdings ist die Verletzungsgefahr nicht zu unterschätzen. Kitesurfer betreiben ihren Sport weniger als Gesundheitstraining, sondern lieben Action.

Wie schnell kann ich es lernen?

Kitesurfen erfordert Einsatz, Geduld und eine gewisse Frustrationstoleranz. Am besten belegt man einen Kurs in
einer der Kiteschulen, die es in vielen Ferienregionen am Meer, aber auch an größeren Binnenseen gibt.

Was ist das Besondere?

Auch wenn Kitesurfen vor allem von jungen Menschen betrieben wird – es klappt auch noch bei Junggebliebenen. Prominentes Beispiel ist Barack Obama, der im ersten Urlaub nach seiner Präsidentschaft aufs Kiteboard stieg.

Für alle Wassersportarten gilt:

Aufwärmen ist das A und O. Im Sommer sind Sonnencreme, Sonnenbrille, Kopfschutz und genügend Flüssigkeit ein Muss. Gut schwimmen zu können ist sicher kein Nachteil, eine Schwimmweste gibt noch mehr Sicherheit.

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