Buschball

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Großartig sind Funsportarten, wenn man sie mit wenigen Hilfsmitteln und fast überall ausüben kann. Buschball ist so ein Sport, und man muss dafür auch nicht in den Dschungel reisen, sondern kann ihn auf der nächsten größeren Wiese oder Parkanlage spielen.

Was ist das?

Buschballspieler mit Ball und Pole

Buschballspieler mit ihrem Equipment auf dem Weg zur ersten Runde

Buschball hat schon eine längere Geschichte, denn Ende der Siebzigerjahre kickten ein paar Freunde mit einem Fußball herum, bekamen aber nicht genügend Spieler für ein richtiges Fußballspiel zusammen. Stattdessen wurde dann versucht, auf Schilder zu zielen und diese zu treffen — einige Schilder waren hinter Büschen verborgen, und prompt entstand „Buschball“.

Nachdem Buschball viele Jahre in Vergessenheit geriet, erfuhr Johannes Schmitt von der interessanten Sportart und entwickelte sie mit Martin Sowa weiter. Verkehrsschilder sollten künftig verschont bleiben, also konstruierten sie eine Fahnenstange, die „Pole“. Außerdem verfassten sie ein Regelwerk, das nach und nach perfektioniert wurde.

Wie geht das?

Das Schönste gleich vorweg: Jede und jeder, die oder der gegen einen Ball treten kann, ist auch in der Lage, Buschball zu spielen. Und besonders praktisch: außer einem Fußball und der Pole benötigt man keinerlei Sportgeräte. Buschball wird natürlich draußen gespielt — öffentliche Parkanlagen, Wiesen oder der heimische Garten (wenn groß genug) eignen sich besonders.

Buschballspieler schießt zur Pole

Ein gezielter Schuss in Richtung Pole

Ziel des Spiels ist es, mit dem Fußball die Pole zu treffen. Zunächst wird die Reihenfolge der Spieler ausgelost. Der erste Spieler stellt die Pole für die erste Runde auf, der zweite versucht dann, die Pole vom gewählten Startpunkt aus mit möglichst wenig Schüssen („Kicks“) zu treffen. Nachdem alle einmal an der Reihe waren, stellt der zweite Spieler die Pole auf und der dritte Spieler beginnt die zweite Runde. So verläuft der erste Durchgang, bis alle Mitspieler einmal die Pole aufgestellt haben.

Jeder hat neun Versuche, um die Pole zu treffen. Ist das Ziel bis dahin nicht erreicht, werden 10 Punkte für den Spieler notiert und der Nächste ist an der Reihe. Am Ende eines Durchgangs werden dem oder den Spielern mit den wenigsten Schüssen eine „Beste Runde“ aufgeschrieben. Wer die wenigsten Kicks benötigt, gewinnt. Bei Gleichstand entscheidet die Anzahl der „Besten Runden“.

Wo kann ich mitmachen?

Buschballspieler schießt zur liegenden Pole

Knifflig, wenn die Pole auf einem Hindernis liegt

Buschball wurde im Rheinland, also in Nordrhein-Westfalen geboren. Seit ein paar Jahren gibt es dort rund um Köln sogar fünf Vereine, die die NRW-Liga bilden. Mit einem etwas ausgedehnteren Regelwerk treten die Mannschaften gegeneinander an.

Du wohnst aber in Bremerhaven, Erfurt, Mannheim oder Bayreuth und möchtest gern Buschball spielen? Da du nur Ball und Pole und ein paar Mitspieler benötigst, kannst du einfach loslegen. Ab in die Natur und mit einem gezielten Schuss die Pole treffen!

Mehr über Buschball findest du auf der offiziellen Website. Johannes Schmitt, Martin Sowa und Andreas Weimer haben dort nicht nur das Regelwerk, viele Fotos und Berichte sowie einen Shop untergebracht, sondern auch eine Datenbank mit allen deutschlandweiten Spielern angelegt. Vielleicht gibt es also auch in deiner Nähe andere Buschballspieler. Viel Spaß!