Krankschreibung per Telefon — Regelung verlängert

Der Gemeinsame Bundesausschuss im Gesundheitswesen (G-BA) hat die wegen der Coronakrise geltende Ausnahmeregelung erneut verlängert: Kassenärzte dürfen Patienten wegen leichter Atemwegserkrankungen weiter telefonisch krankschreiben. Patienten können dadurch zu Hause bleiben und müssen nicht wegen der bloßen Attestierung einer Arbeitsunfähigkeit extra in die Praxis kommen.

Eine Arbeitsunfähigkeit kann aufgrund telefonischer Anamnese nur für die maximale Dauer von einer Woche bescheinigt werden und bei fortdauernder Erkrankung einmal verlängert werden. Die Regelung gilt bis 31. Mai 2020. Ab dem 1. Juni 2020 gilt dann wieder, dass für die ärztliche Beurteilung, ob eine Versicherte oder ein Versicherter arbeitsunfähig ist, eine körperliche Untersuchung notwendig ist.

Bei Verdacht auf Corona

Selbstverständlich gilt auch weiterhin, dass Versicherte bei typischen COVID-19-Symptomen, nach Kontakt zu COVID-19-Patienten und bei unklaren Symptomen von Infektionen der oberen Atemwege vor dem Arztbesuch telefonisch Kontakt zur Praxis aufnehmen und das weitere Vorgehen besprechen. Sollte bei einem Patienten mit Infektionsverdacht nach RKI-Kriterien eine Labordiagnostik erforderlich sein, informiert der Arzt ihn darüber, wo er sich testen lassen kann.

Der Arzt muss außerdem darauf hinweisen, dass der Patient sich — falls es ihm gesundheitlich schlechter geht — nach telefonischer Voranmeldung unverzüglich einen Arzt aufsucht.

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