Impfen gegen Gebärmutterhalskrebs

Gebärmutterhalskrebs ist eine der häufigsten Krebsarten bei Frauen. In Deutschland erkranken jedes Jahr etwa 6.500 Frauen an Gebärmutterhalskrebs, für mehr als 1.500 endet der Verlauf tödlich.

Mit Gebärmutterhalskrebs ist also nicht zu spaßen. Die gute Nachricht: Im Gegensatz zu vielen anderen Krebserkrankungen ist beim Gebärmutterhalskrebs fast vollständig geklärt, wie er entsteht. Auslöser für die Erkrankung sind die sogenannten Humanen Papillom Viren (HPV oder HP-Viren). Allerdings gibt es über 100 verschiedene Arten von HP-Viren, und die meisten davon sind harmlos.

Wo kommen die Viren her?

HP-Viren werden durch Geschlechtsverkehr übertragen. Sie sind sowohl im Genitalbereich wie auch — durch Oralsex — im Mund-Rachenraum zu finden. Beinahe jede zweite Frau hat im Lauf ihres Lebens einen positiven Befund auf HP-Viren, wodurch sich oft unangenehme, aber meistens ungefährliche Genitalwarzen bilden, die relativ problemlos durch Medikamente behandelt werden können. Bei etwa jeder fünften betroffenen Frau entsteht durch entzündete Genitalwarzen jedoch Gebärmutterhalskrebs.

HPV-Impfung

Mediziner erhoffen sich von einer großflächigen Impfung möglichst aller Mädchen und jungen Frauen zwischen 12 und 17 Jahren einen rapiden Rückgang der Krebserkrankungen. Seit 2007 empfiehlt die Ständige Impfkommission (STIKO) Eltern offiziell, ihre Töchter in dieser Altersklasse impfen zu lassen.

Die HPV-Impfung besteht aus drei Einzeldosen, die dir in den Oberarm- oder Oberschenkelmuskel gespritzt werden. Um eine bereits zuvor entstandene HP-Infektion möglichst auszuschließen, sollte die Impfung vor dem ersten Geschlechtsverkehr abgeschlossen werden.

Pro und Contra

Eine Impfung ist immer auch ein Risiko. So gab es beispielsweise Einzelfälle, in denen Mädchen die Impfung gegen Gebärmutterhalskrebs nicht vertragen und dadurch andere Krankheiten bekommen haben. Daher ist es wichtig, dass du dich (zusammen mit deinen Eltern) vor der Impfung umfassend über die Vor- und Nachteile informierst. Etwa auf unserem Portal Frauengesundheit.

Generell senkst du dein Risiko, an Gebärmutterhalskrebs zu erkranken, auch durch die konsequente Verwendung von Kondomen beim Sex. Mehr zum Thema Verhütung.

Außerdem solltest du regelmäßig zur Vorsorge gehen! Denn so können Vorzeichen wie Genitalwarzen rechtzeitig erkannt und behandelt werden. Mehr zum Thema Vorsorge.

BKK Pfalz zahlt!

Die BKK Pfalz zahlt die HPV-Impfung bei Mädchen in der Altersgruppe von 12 bis 17 und außerhalb der Altersgrenze, wenn uns ein negativer Abstrich vorliegt, also keine HPV-Viren nachweisbar sind.

Impfempfehlung auch für Jungen

Die STIKO empfiehlt auch die HPV-Impfung von Jungen im Alter von 9 bis 14 Jahren, da sie das Virus übertragen können. Die BKK Pfalz folgt dieser Empfehlung und zahlt diese Impfung ebenfalls.

Fragen dazu? Dann maile uns oder ruf uns an unter der kostenlosen Rufnummer 0800 / 133 33 00.